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Worpswede finden Sie auch in der Rhön als das kleinste Künstlerdorf im nördlichsten Bayern, nämlich Weimarschmieden

So ein berühmtes Worpswede finden Sie auch in der Rhön als das kleinste Künstlerdorf im nördlichsten Bayern, nämlich Weimarschmieden

Rhöner Philosophie und Poesie in Lyrik als Versform der Dichtung und Klarheit im bayerischen Künstlerdorf der Rhön

Die Segel hab ich aufgerollt

Nun hat die Zeit mich eingeholt
Das neue Ziel ist angepeilt
Die Segel hab´ich aufgerollt
Und an dem Mast schon aufgeseilt

Schwer fällt es mir von hier zu gehen
Wo ich Land und Leute kenne
Wer weiß, wann werd´ich wiedersehen
Alle die ich Freunde nenne

Gustav, Karl und Marion
Rudi, Max und auch Christine
Warten auf mich morgen schon
Winkend von der Heimatbühne

Ich zähl´die Stunden bis zum Start
und schlaf den Traum in letzter Nacht
Wo ich Neuland schon gewahrt
Das ich längst mir hab´erdacht

Der Abschied ist ein hartes Los
Herzeklopfen, Tränen fließen
In der Kehle steckt ein Kloß
Die Gemüter sind zerrissen

Auf geht´s in das Ungewisse
Wohin der Weg mir Blumem streut
Von der fremden grünen Wiese
Empfängt mich heimelndes Geläut

Überall in neuen Landen
Seh´ich meinen Ursprung wieder
Niemals kamen sie abhanden
Meine schönen Heimatlieder

Dem Mensch ergeht es wie dem Lachs
Er kehrt zurück, wo er entsprang
Die Heimat ist wie Kerzenwachs
Wo des Ursprungsflamme rang

Eines Tages kehr ich wieder
Wo ich schon als Kind gespielt
Dort laß ich mich für immer nieder
Ob solang die Freundschaft hielt?

15.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rhöner Künstlerdorf in Bayern

Schrittweise

Tue nie den dritten Schritt
statt den ersten vor dem Ziel
Die Zeit gibt Dir dann einen Tritt
Dein Kartenhaus wird schnell labil

und die Räume werden weit
stolprnd in die Ewigkeit

Alle Zeiger Deiner Uhr
wollen sich nicht weiterdreh´n
Du fühlst ihn dann auf Deiner Tour
den Gegendruck des Sturmes Weh´n
als verfolgst Du Wege blind
daß heftig weht der Gegenwind

Fortan holst Du Stufen ein
die Du eilig übersprangst
Denn Deine Zeit kennt kein Verzeih´n
wenn Du später angelangst
Weit entfernt von Deinem Ziel
startest Du von vorn Dein Spiel

Viel zu spät siehst Du dann ein
daß Du schneller es erreichst
wenn Du Stufen folgerichtig
dem zielbewußten Blick angleichst
Denn Du kommst dann schneller fort
hin zu Deines Zieles Ort

Drum laß Dir dieses Eine sagen:
Nimm Dir für die Ziele Zeit
und die Füße, die Dich tragen
in die Räume, die so weit
bringen Dich klug eingeteilt
an Dein Ziel gut angeseilt

20.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen
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Wer sein Glück verteidigt ist ein Pessimist Wer sich seines Peches erwehrt ist ein Optimist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Frühlings Neugeburt

Die Neugeburt der Frühlingszeit
läßt die Fluren neu erblühen
Pflänzchen zart im grünen Kleid
die aus Resten Schnee´s sich mühen
öffnen ihre Blütenkelche
strahlend bunt, und was für welche

Wo der Tod im Winter schleicht
unter kalter Eiseskruste
abermals dem Neuen weicht
Stille trauert dem Verluste
Zeigt sich wieder neues Leben
in des Lenzes drängend Bebens

Explodierend aus dem Boden
schaut der Krokus grün im Röckchen
aus dem Filz der moosen Soden
und dazwischen weiße Glöckchen
die Ade dem Winter sagen
in den lauen Frühlingstagen

Wenn im Lenz die Vögel fliegen
aus dem Süden in den Norden
wo die Wälder bisher schwiegen
eingeschneit geschützt, geborgen
erklingen weithin ihre Lieder
fröhlich von den Bäumen wieder

Refrain:

Lebe auf
geh´aus Dir raus
Der Lenz, er grüßt von Neuem
Mach was draus
geh´aus dem Haus
um Dich des Frühlings zu erfreuen

16.03.1998 © Hans Eberhard Bertelsen
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Wer in der Nase bohrt, ist noch lange kein Ölscheich

24.08.2014 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Worpswede Künstlerdorf

Petri Heil

Ahnend seh´ich schattengleich
durch des Nebel´s wallend Schleier
langgestreckt, konturenweich
schwebend hin den grauen Reiher
zeitlos in den Lüften gleiten
wo sein Ruf den Morgen lockt
Unter ihm die Enten streiten
und der Angler aufgebockt
den Schwimmer läßt in´s Wasser gleiten

Lustig tanzt er vor sich hin
Fische neckend auf den Wellen
bis sie an dem Schwimmer zieh´n
und der Angler hievt im schnellen
Ruck der Anglerschnur
hoffend einer großen Beute
die sich wehrt in dem Gezurr´
das des Anglers Herz erfreute

Petri Heil auf seinen Fang
tönt es froh aus seinem Munde
Mein Gott, wie der Brocken rang
vergeblich in der Morgenstunde
Bis er ihn an Land gebracht
den Riesenhecht, sein Anglerglück
hat´s der Fisch ihm schwer gemacht
Er holt ihn ein mit viel Geschick

Frohgestimmt singt er das Lied
Petri Heil mein Glücksbereiter
Und die Möven kreischen mit
im Chorgesang als Wegbegleiter
Jünger Petri, Du mein Glück
Ich danke Dir für Deine Huld
die mich stärkte im Geschick
in langanhaltender Gedult

Refrain:

Was schert mich Wind
Was schert mich Wetter
Wo Fische sind
ist Petri Heil
ein Wegesteil
hier auf der Wetterfrösche Leiter

13.03.1992 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rhöner jodeln imKünstlerdorf in Bayern

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